Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

Aktuelle Meldungen


"Gleiche Rechte statt Blumen": Bunter Umzug zwischen Karneval und Politik PDF Drucken
Dienstag, 10. August 2010
Welt-online, von Lena Kiening (09.08.10)"

Einmal im Jahr darf man schon verrücktspielen": Mehr Besucher als im Vorjahr bei der 30. Auflage des Christopher Street Days in Hamburg

Mehr als 80 000 Menschen sind am Sonnabend zum Christopher Street Day (CSD) in die Hamburger Innenstadt gekommen. Bei strahlendem Sonnenschein feierten sie in einer zwei Kilometer langen Parade das 30. Jubiläum des CSD in der Hansestadt, teilte die Hamburger Polizei mit. Unter dem diesjährigen Motto "Gleiche Rechte statt Blumen!" wollten die Hamburger Veranstalter mit ihrem bunten und schrillen Umzug die erreichten Verbesserungen für Homo-, Bi- und Transsexuelle in den drei Jahrzehnten feiern.

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Ohlsdorfer Friedensfest: Gegen Krieg und Vergessen PDF Drucken
Dienstag, 10. August 2010
taz (07.08.10)

GEDENKEN Mit einer Filmpremiere und einer Dauerlesung von Zeitzeugenberichten endet das zweite Friedensfest auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Zwei Wochen lang hat das breite Bündnis aus unter anderem dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, den Hamburger Friedhöfen, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und dem Hamburger Bündnis gegen Rechts mit einer Reihe kultureller Veranstaltungen am Mahnmal für die Bombenopfer auf dem Ohlsdorfer Friedhof jenen Ort besetzt gehalten, an dem seit 2004 alljährlich Rechtsradikale der "deutschen Opfer des alliierten Bombenterrors" "gedacht" haben - und so den Aufmarsch der Revisionisten verhindert. Dieses Wochenende findet das zweite Ohlsdorfer Friedensfest mit einer Filmpremiere und einer Dauerlesung seinen Abschluss.weiterlesen
 
Ausstellung über Kurt Hiller: Unbeugsam und unbeirrt in inhumaner Zeit PDF Drucken
Dienstag, 10. August 2010
Hamburger Abendblatt (06.08.10)

Eine Ausstellung in der Staatsbibliothek erinnert an den Publizisten Kurt Hiller

Ausstellung: „Der Weltverbesserer Kurt Hiller" , bis 26.9., Staats- u. Universitätsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, Mo-Fr 9-21, Sa/So 10-21 Uhr (M.G.)

Als Jude, Pazifist, Sozialist und Homosexueller war der Schriftsteller und Publizist Kurt Hiller in der NS-Zeit gleich mehrfach bedroht. Als ihn die Gestapo im März 1933 erstmals verhaftete, konnte er ein Exemplar von Sigmund Freuds Schrift "Das Unbehagen in der Kultur" mit in die Zelle nehmen. Da er keinen Bleistift hatte, markierte er Passagen, die er für bemerkenswert hielt, mit dem Fingernagel.In der Staats- und Universitätsbibliothek kann man jetzt in dem aufgeschlagenen Exemplar des Freud-Buches die bis heute erhaltenen Fingernagel-Spuren erkennen.

Aus Anlass seines 125. Geburtstages am 17. August zeigt die Stabi jetzt die Ausstellung "Der Weltverbesserer Kurt Hiller", die diesen heute weitgehend vergessenen Publizisten wieder ins Gedächtnis bringen will.

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Prominente sagen "Laut gegen Nazis" Unterstützung zu PDF Drucken
Dienstag, 10. August 2010
Hamburger Abendblatt, (05.08.10)

Der Kampagne "Laut gegen Nazis" fehlten Gelder für künftige Veranstaltungen. Jetzt haben viele Prominente und Unternehmer ihre Hilfe zugesagt.

Große Hilfsbereitschaft für die Kampagne "Laut gegen Nazis": Nachdem der Initiator der Aktion, Jörn Menge, vor wenigen Tagen bekannt gegeben hatte, dass dem Projekt Geld für künftige Veranstaltungen fehle, haben viele Prominente, Unternehmer und Bürger ihre Hilfe angeboten. "Wir sind begeistert von diesem Engagement", sagt Menge. "Und es spornt uns an, weiterzukämpfen."

Zu den prominenten Unterstützern gehören unter anderem Fernsehmoderator Tobias Schlegel und der Sänger der Band "Die Prinzen", Sebastian Krumbiegel. Sie wollen helfen, Spenden zu sammeln. Für den 4. September ist eine Kundgebung auf dem Spielbudenplatz geplant. Motto der Veranstaltung: "Hamburg und alle stehen auf!" Mit dieser Demonstration soll eine Rettungsaktion für den Verein verbunden werden.

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Neonazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf: Schwarze Kleidung unerwünscht PDF Drucken
Dienstag, 10. August 2010
taz, von Andreas Speit (05.08.10)

Rund 1.000 Neonazis wollen in Bad Nenndorf gegen die "Lüge der Befreiung" aufmarschieren. Die Gegner kriegen "kaum einhaltbare" Auflagen. Zum Beispiel, dass sie keine schwarze Kleidung tragen dürfen.

Es ist erst wenige Tage her, da durfte die NPD unbehelligt von Gegnern durchs vorpommersche Anklam ziehen. Landkreis und Verwaltungsgericht hatten eine Gegenveranstaltung untersagt, weil sie Sitzblockaden als Gewalttätigkeit angesehen haben. Erst zwei Tage vor der Demo wurde sie wieder erlaubt. Zu spät. 

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Stade: Rockertreff im öffentlichen Fokus PDF Drucken
Donnerstag, 5. August 2010

Fabian Schindler, Hamburger Abendblatt

Stader Aktionsbündnis gegen Rechts sieht in dem Biker-Club Gremium MC weiterhin eine ernste Gefahr für die Bürger. Bis zum letzten Platz ist das kleine Bistro im Stadtteilhaus des Altländer Viertels in Stade besetzt. Eine bunte Runde aus engagierten Bürgern, Gewerkschaftlern und Politikern von SPD, CDU, FDP, Grünen und der Linkspartei sitzt am Tisch und überlegt, wie es weitergehen soll.

Seitdem bekannt geworden ist, dass der Tostedter Sebastian Stöber die alte Gaststätte "Zur Symphonie" in Wöhrden ersteigert hat und diese als neues Domizil für den vom Landeskriminalamt als kriminelle Organisation eingestuften Motorradclub Gremium MC dienen soll, hat sich eine neue Solidarität im Landkreis entwickelt. Es wird intensiv diskutiert. Parteipolitische Differenzen, die sonst offen ausgetragen werden, werden ausgeblendet. Die Aktivisten eint eines: die Sorge um die Sicherheit der Bürger und um den Ruf der Region.

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Grevesmühlen: NPD-Abgeordnete finanzieren Wahlkreisbüro mit Steuergeldern PDF Drucken
Donnerstag, 5. August 2010

Grevesmühlen: NPD-Abgeordnete finanzieren Wahlkreisbüro mit Steuergeldern

Hamburger AbendblattI

in Mecklenburg-Vorpommern fließen offenbar Steuergelder in ein von der rechtsextremen Partei NPD unterhaltenes sogenanntes „Bürgerbüro“. Laut der NDR-Fernsehsendung „Menschen und Schlagzeilen“ unterhalten die beiden NPD-Landtagsabgeordneten Udo Pastörs und Stefan Köster im sogenannten „Thing Haus“ in Grevesmühlen ihre Wahlkreisbüros. Als Parlamentarier erhalten sie hierfür nach dem Abgeordnetengesetz eine monatliche Pauschale für allgemeine Kosten, worunter auch die Unterhaltung des Wahlkreisbüros fällt.

Das „Thing Haus“ gehört dem Rechtsextremen Sven Krüger, der in Grevesmühlen für die NPD im Kreistag sitzt. Auf dem Gelände werden Veranstaltungen der rechtsextremen Szene abgehalten, zuletzt auch ein Kinderfest der NPD für Familien. Auf Anfrage von „Menschen und Schlagzeilen“ bestätigte der Landtagsabgeordnete Köster, dass er und Pastörs im „Thing Haus“ Mieter sind und durch die Abgeordnetenpauschale die Kosten für ihre Wahlkreisbüros abdecken. Mit wem konkret sie den Mietvertrag für diese Räumlichkeiten abgeschlossen haben, wollte Köster nicht sagen.

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Wen ein ehemaliger Gasthof bei Stade so alles interessiert PDF Drucken
Donnerstag, 5. August 2010

Andreas Speit, TAZ

Furcht vor einer Mischszene

"Deutschland erwache" und "NS jetzt" steht neuerdings an der Pumpstation und der Brücke unweit des ehemaligen Gasthofs "Zur Symphonie" in Hollern-Twielenfleth (Kreis Stade). Aus einem gesprühten "No Nazis" wurde derweil über Nacht "60 Nazis". Zeichen einer laufenden Auseinandersetzung. Mitte Juni hatte Sebastian Stöber die "Symphonie" mitsamt rund 8.000 Quadratmetern Grundstück erworben.

Was genau er mit dem Anwesen zu tun gedenkt, ist weiterhin unklar. Neben seinen Aktivitäten bei NPD und der Kameradschaft Gladiator Germania ist Stöber Anwärter - so genannter "prospect" - bei dem Rockerclub "Gremium MC". Und der wird die frühere "Symphonie" als Klubhaus nutzen wollen, glaubt zumindest Roland Brauer, Polizeichef in Stade. Er habe mit dem Präsidenten von Gremium MC wie auch mit Stöber gesprochen, so Brauer.

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Gedenkstätten-Websites teilweise wieder online PDF Drucken
Freitag, 30. Juli 2010

MDR Thüringen

Einen Tag nach dem Hackerangriff auf ihre Internetportale haben die KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora Teile ihre Seiten teilweise wieder hergestellt. Eine Sprecherin der Stiftung KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sagte am Donnerstag, man sei mit vielen Mitarbeitern dabei, die Schäden so schnell wie möglich zu beheben. So seien bereits viele Dokumente wieder ins Internet gestellt. …. Der oder die Täter hätten offenbar drei Ziele verfolgt: die Internetseiten zu zerstören, Gedenk-Inhalte durch Neonazi-Inhalte zu ersetzen sowie Drohungen auszustoßen. "Da steckt echte kriminelle Energie dahinter", sagte Knigge.

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dazu auch das Interview mit Stiftungsdirektor Volkhard Knigge über den Hackerangriff von Neonazis auf die Internetportale der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Johannes Wiedemann, Welt online

 
"In Angst vor dem nächsten Tag leben" PDF Drucken
Freitag, 30. Juli 2010

TAZ

RECHTSEXTREMISMUS Das Internetportal Altermedia droht einem taz-Autor

Er solle sich nicht wundern, "wenn das Pendel irgendwann zurückschlägt und nicht etwa die Gegenstände seiner politisch überkorrekten Bemühungen, sondern er selbst in Angst vor dem nächsten Tag leben muss". Mit diesen Worten droht ein anonymer Verfasser dem taz-Autor Andreas Speit auf dem rechtsextremen Internetportal Altermedia - in Reaktion auf einen Kommentar, in dem Speit auf alltägliche Angriffe auf Neonazigegner aufmerksam machte.

Die Staatsanwaltschaft Stralsund bestätigte, dass unabhängig von dem Vorfall bereits ein Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Betreiber der Seite, Axel M. und Robert R., laufe. Der Vorwurf: Volksverhetzung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Gegen M. hatte das Amtsgericht Stralsund bereits im März unter anderem wegen Volksverhetzung eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro ausgesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mittvierziger die Verantwortung für Altermedia innehatte, das auch unter dem Namen "Störtebeker-Netz" bekannt ist. M. legte gegen das Urteil Berufung ein.

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BUCHENWALD.DE PDF Drucken
Freitag, 30. Juli 2010

Hackerangriff auf KZ-Gedenkstätte

TAZ

BERLIN | Nach einem Hackerangriff auf die Internetseiten der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ermittelt das BKA. Die Polizei vermutet die Täter im Ausland. Am Mittwoch war buchenwald.de auf eine Seite von Holocaustleugnern umgeleitet worden, die Onlinedokumentation des Totenbuchs des KZ sei zerstört worden, teilte der Stiftungsdirektor der Gedenkstätte mit. Die Angreifer hinterließen rechtsradikale Parolen.

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