Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

Aktuelle Meldungen


Neumünster: Naziaufmarsch war ein Reinfall PDF Drucken
Sonntag, 22. August 2010
Wir dokumentieren einen Beitrag von Schleswig-Holsteiner AntifaschistInnen auf Indymedia vom 21. August 2010

+++ Aufmarsch von knapp 100 Nazis in Neumünster endet am Bahnhofsausgang +++ 400 Antifaschist_innen in der Stadt vielfältig aktiv +++

Für heute, 21. August 2010 hatten schleswig-holsteinische Neonazis einen Aufmarsch in Neumünster angekündigt. Vorgeblich wollten diese "Preußenkönig" Friedrich II. anlässlich dessen Todestag am 17. August gedenken. Offensichtlich war jedoch, dass es sich hierbei um einen Vorwand handelte, eine Ersatzveranstaltung für das seit einigen Jahren verbotenene, in der NS-Szene bedeutsame Gedenken an den NS-Kriegsverbrecher und Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess durchzuführen, dessen Todestag sich gleichzeitig mit dem Friedrichs II. jährt.

Seit Bekanntwerden vor zwei Wochen mobilisierten antifaschistische Gruppen aus Schleswig-Holstein und das Neumünsteraner Bündnis gegen Rechts kurzfristig zu Gegenaktivitäten. Bereits ab 9 Uhr versammelten sich zahlreiche Antifaschist_innen am und um den Neumünsteraner Bahnhof. Einige beteiligten sich an der antifaschistischen Bündnis-Kundgebung auf dem Konrad-Adenauer-Platz, andere begannen an der Bahnhofstraße nahe des erwarteten Naziauftaktortes an einem Parplatz am Kleinflecken die angekündigten Route des Aufmarsches zu blockieren. Um etwa 10.15 Uhr zog infolge der Anreise von etwa 70 Antifaschist_innen mit dem Zug aus Kiel eine Spontandemo von gut 100 Menschen vom Bahnhof zur Blockade. Ein Großteil der Teilnehmer_innen begab sich daraufhin direkt weiter zum Kleinflecken. Hier kam es zu einem kurzen aber brutalen Polizeieinsatz mit anschließendem Schlagabtausch, bei dem einige Antifaschist_innen verletzt wurden. Zu Hochzeiten beteiligten sich an der Blockade um die 150 Menschen. Parallel dazu bewegten sich zahlreiche Gruppen von Antifas durch den Innenstadtbereich oder an der angekündigten Naziroute.

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Wie aus "Lenchen" eine gnadenlose NS-Ärztin wurde PDF Drucken
Freitag, 20. August 2010
Husumer Nachrichten, von Bernd Philipsen

Der Kinderärztin Helene Sonnemann werden zwölf getötete Kinder zur Last gelegt. Dennoch machte sie nach dem Krieg Karriere, den Opfern wurde bisher nicht erinnert.

Eine Hamburger Initiative will für sie sogenannte "Stolpersteine" setzen lassen und lenkte damit das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die davongekommenen Täter.

Flensburg: Weil sie relativ klein von Statur war, aber ausgesprochen sympathisch, wurde sie liebevoll "Lenchen" genannt. Auch ihre Lehrer mochten Helene Sonnemann wegen ihrer regen Mitarbeit am Unterricht. Sie war eine vortreffliche Schülerin und verließ die Auguste-Viktoria-Schule 1930 mit einem guten Abiturzeugnis und dem Hinweis auf ihre berufliche Zukunft. Sie wolle Medizin studieren.

Als Kinderärztin machte sie unter den Nationalsozialisten rasch Karriere und verstrickte sich in die NS-Euthanasiepolitik. Nach 1945 stieg sie in Celle als langjährige Krankenhaus-Chefärztin zu einer hochgeachteten Persönlichkeit auf. Zwölf Jahre nach ihrem Tode ist nun vor allem in der Heidestadt, aber auch in Hannover, eine Diskussion entbrannt über ihre bisher vertuschte braune Vergangenheit als Euthanasieärztin: Denn das einst so liebenswürdige "Lenchen" hatte als inzwischen gnadenlose Ärztin eigenhändig mit Luminalspritzen behinderte Kinder getötet.

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„Laut gegen Nazis“ droht die Pleite PDF Drucken
Freitag, 20. August 2010

Mopo

Promis helfen, die Kampagne zu retten. Prominente wie Smudo von den „Fantastischen Vier“ haben gestern zur Teilnahme an der musikalischen Kundgebung „Hamburg steht auf“ am 4. September auf dem Spielbudenplatz aufgerufen.

Veranstalter ist die finanziell angeschlagene Kampagne „Laut gegen Nazis“, die dringend Spenden benötigt.

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siehe auch: Laut gegen Nazis, Pressekonferenz

 
Ahlhaus' Feuertaufe bei den Grünen PDF Drucken
Freitag, 20. August 2010
Hamburger Abendblatt, von Philip Volkmann-Schluck, Hanna-Lotte Mikuteit und Jule Bleyer (19.08.10)

Der Innensenator und Bürgermeisterkandidat stand 400 GAL-Mitgliedern Rede und Antwort. Nach ersten Protesten gab es wohlwollende Reaktionen

Hamburg. Man kann nicht gerade von einem netten Empfang für den designierten Bürgermeister sprechen: Mit lauten Buhrufen und Spruchbändern - "Beim Schlagen hört die Toleranz auf" oder "Wir sind die GAL - und treiben es mit jedem und überall" - haben rund 20 Protestler den derzeitigen Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) auf dem Mitgliederabend der Grünen in der Freien Akademie der Künste am Klosterwall empfangen. Allerdings: Der Protest richtete sich auch gegen die GAL selbst - viele Demonstranten sind keine Mitglieder, sondern gehören einem überparteilichen Aktionsbündnis an.

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NPD-Hamburg: Träume vom Hitler-Stalin-Pakt PDF Drucken
Freitag, 20. August 2010
NPD-Blog, (19.08.10), von Volker Weiß, zuerst erschienen in der Frankfurter Rundschau vom 18. August, Übernahme mit freundlicher Genehmigung des Autors

Der Hamburger NPD-Landesverband hat in Erwartung von Neuwahlen den Wahlkampf eröffnet. Wohl wissend um ihre Randständigkeit – das entsprechende Stimmenpotenzial in der Hansestadt dürfte sich bei Neuwahlen bei einer neu geordneten Ahlhaus-CDU bündeln – publiziert die NPD auf ihrer Website drei Texte mit einer ungewöhnlichen Adressatin: die Hamburger Linke.

Zunächst widmet man sich der Linkspartei, die als eine Art verlängerter Arm des Zentralrats der Juden dargestellt wird. Dabei handelt es sich jedoch nicht einfach um eine Neuauflage der alten antisemitischen These vom „jüdischen Bolschewismus“. Die NPD übernimmt ihre Argumentation zeitgemäß aus einem linken Pamphlet über angebliche proisraelische Umtriebe innerhalb der Linkspartei. „Mutige“ Positionen gegen Israel, wie die Norman Finkelsteins oder Norman Paechs, würden in der Partei unterdrückt, weshalb sie zu einer wahren Systemalternative nicht fähig wäre; die Linke sei „von innen umzingelt“, fabuliert man in Anlehnung an das zweifelhafte Papier gleichen Titels. Ihrer Basis wird empfohlen, das Kreuz gegen Israel bei der NPD zu machen.

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Senatsfrühstück für verfolgte ehemalige Hamburger Bürgerinnen und Bürger PDF Drucken
Freitag, 20. August 2010
hamburg.de (19.08.2010)

Insgesamt 21 verfolgte ehemalige Hamburger Bürgerinnen und Bürger aus den USA, Kanada, Großbritannien, den Niederlanden sowie Tschechien hat Senatorin Prof. Dr. Karin v. Welck heute im Rahmen eines Senatsfrühstücks in Hamburg begrüßt.


Sie sind Teilnehmer eines Besuchsprogramms für Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes, das der Senat bereits seit vier Jahrzehnten durchführt. Senatorin v. Welck sagte im Rahmen ihrer Begrüßung: „Ihr Besuch ist keine gewöhnliche Reise. Sie kommen zurück in die Stadt Ihrer Kindheit, die Sie mit schönen, glücklichen Erinnerungen verbinden – aber auch mit Erinnerungen, die fatal sind. Ich freue mich, dass Sie trotz dieser Erinnerungen nach Hamburg zurückgekommen sind.“

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Zu viele Verbindungen PDF Drucken
Freitag, 20. August 2010
taz,  von Marco Carini (17.08.10)

Hamburgs designierter Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) verärgert grünen Koalitionspartner durch Senats-Kandidaten mit guten Kontakten zu schlagenden Verbindungen und Rechtspopulisten.

Christoph Ahlhaus macht es der GAL wirklich nicht leicht. Kaum hat Hamburgs designierter Bürgermeister seine frühere Ehrenmitgliedschaft in der schlagenden Verbindung "Ghibellina" öffentlich bedauert, präsentiert er einen Senatskandidaten, der ebenfalls für frühere Affinitäten zum rechten Rand Abbitte leisten muss: Ian Karan, Selfmade-Millionär und designierter Hamburger Wirtschaftssenator.

Vor genau zehn Jahren machte Karan als Unterstützer des Rechtspopulisten Ronald Schill Schlagzeilen. Er spendete nicht nur eine größere Summe an den als "Richter Gnadenlos" bekannt gewordenen Juristen, sondern stellte ihm für einen Wahlspot auch sein Büro zur Verfügung.


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Laut gegen Nazis PDF Drucken
Dienstag, 17. August 2010

Sophie Laufer, Hamburger Abendblatt

Stellingen. Jörn Menge wirkt gehetzt. So viel ist zu tun. Anfragen müssen beantwortet werden, es gibt einiges zu besprechen und zu organisieren. Der Grund für den Trubel: Die von ihm ins Leben gerufene Kampagne "Laut gegen Nazis" steht vor dem Aus. Seit Monaten bleiben die Spenden aus. "Langsam wird es eng", sagt Menge. Bis Oktober reicht das Geld bei der Agentur HeadUp Promotion, die "Laut gegen Nazis" organisiert. "Wenn bis dahin nichts reinkommt, müssen wir aufgeben." Schulden machen will er nicht. Für Menge ist diese Situation "eine Katastrophe". Der 44-Jährige kämpft seit sechs Jahren für die Aktion. Organisiert Konzerte und Veranstaltungen - über 80 sind es bundesweit mittlerweile. Gleichzeitig unterstützt "Laut gegen Nazis" im ganzen Land Aktionen gegen Rechtsextremismus.

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Heino Vahldieck: Ein Kandidat im Zwielicht PDF Drucken
Montag, 16. August 2010

Mopo, von Christoph Heinemann

Hamburgs Verfassungsschützer Heino Vahldieck (CDU) soll Senator werden. Doch es gibt Ärger um seinen Besuch bei einer dubiosen Verbindung.

Heino Vahldieck (CDU) könnte sich entspannt zurücklehnen. Wenn Christoph Ahlhaus zum Bürgermeister gewählt wird, ist für den Hamburger Verfassungsschutz-Chef der Weg zum Traumjob frei – nach MOPO-Informationen soll er der nächste Innensenator werden. Doch jetzt gerät Vahldieck ins Zwielicht. Die Vorwürfe: Vetternwirtschaft, außerdem habe er einer dubiosen Verbindung Gefälligkeiten erwiesen.
Die Parkallee in Harvestehude, Oktober 2003. In einer schneeweißen Stadtvilla ist hier das „Corps Irminsul“ eingezogen, eine schlagende Verbindung. Die Mitglieder fechten für „das Beste im Mann“ und singen Nationallieder. Andere Mieter aus den oberen Etagen ziehen wenig später aus – sie fühlen sich von den Mitgliedern bedroht, berichten von rechtsradikalen Tendenzen und gezieltem Psycho-Terror in der Nacht.

Das hält Heino Vahldieck allerdings nicht davon ab, dem Corps einen Besuch im gemütlichen Rahmen abzustatten. Wie „Keine Stimme den Nazis“ heraus bekam, hielt der damals frisch gebackene Verfassungsschutz-Chef eine Rede vor den Mitgliedern des „Corps“. Ob er damals gewusst hat, dass sonst auch Persönlichkeiten wie der NPD-Funktionär Reinhold Oberlercher bei solchen Gesprächsabenden ihre Propaganda verbreiten? Vahldieck kann sich heute nicht mehr erinnern.

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Bad Nenndorf: Aufmarsch in SA-Manier PDF Drucken
Montag, 16. August 2010

Trotz behördlicher Schikanen schaffen es hunderte Demonstranten, den braunen "Trauermarsch" in Bad Nenndorf um Stunden zu verzögern - mit einem Polizeitrick.

ANDREAS SPEIT, TAZ

Am Samstag marschierten mehr als 1.000 Neonazis in Bad Nenndorf auf. Unter Trommelschlägen zogen sie in ihrem "Trauermarsch" unter dem Motto "Für die Opfer alliierter Kriegs- und Nachkriegsverbrechen" schweigend vom Bahnhof in der niedersächsischen Kurstadt bis zum Winklerbad. Kreative Aktionen der Gegendemonstranten und ihr spontanes Engagement auf der Route überraschte die Polizei und verzögerte den Marsch um mehrere Stunden.

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Hannover: Neonazi-Marsch genehmigt - Gegendemo verboten PDF Drucken
Freitag, 13. August 2010

Spiegel online

Hannover - Neonazis sollen am Wochenende erneut durch den niedersächsischen Kurort Bad Nenndorf marschieren dürfen - eine Gegendemonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bleibt dagegen verboten. Das entschied das Verwaltungsgericht Hannover. Es kippte damit ein Verbot des Landkreises Schaumburg.

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