Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

Aktuelle Meldungen


Ein Mord gab den Anstoß PDF Drucken
Freitag, 8. Juli 2016

taz.de

Der Schock in der türkischen Community über den Mord an Ramazan Avcı saß tief. Er wurde nur 27 Jahre alt. Am 21. Dezember 1985 trieben Nazi-Skinheads ihn am S-Bahnhof Landwehr vor ein Auto und erschlugen ihn – nur weil er Türke war. Ein halbes Jahr zuvor war der 29-jährige türkische Bauarbeiter Mehmet Kaymakcı ebenfalls Opfer von drei Skinheads geworden, die ihn nach einem Kneipenstreit auf offener Straße angegriffen und mit einer Gehwegplatte erschlagen hatten.

In der Folge verlangten auch gemäßigte Vertreter türkischer Einwanderer radikale politische Konsequenzen. Es war die Geburtsstunde der Türkischen Gemeinde Hamburg (TGH), die heute in der Handelskammer ihren 30. Jahrestag feiert.

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"Ausgeschlossen vom System": Zahl der AfD-Mitglieder wächst rasant PDF Drucken
Montag, 4. Juli 2016
Huffington Post, Christoph Asche
   
    •    AfD-Landesverbände können einen massiven Mitgliederzuwachs verzeichnen
    •    Die Partei hat sich gut von der Abspaltung des Flügels um Bernd Lucke erholt
    •    Experten machen die Unzufriedenheit vieler Bürger für den Mitglieder-Gewinn der AfD verantwortlich
Öffentlich ausgetragene Machtkämpfe, antisemitische Äußerungen, Stimmungsmache gegen Fußballer Jérôme Boateng - die AfD hat in den vergangenen Monaten heftige Kritik einstecken müssen.
Geschadet hat das den Rechtspopulisten aber offenbar nicht - im Gegenteil: Die AfD hat in der ersten Hälfte dieses Jahres massiv Mitglieder gewonnen. Das ergab eine Anfrage der Huffington Post bei den 16 Landesverbänden der Partei.
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Ihr Ziel: Herrschaft über die Dörfer Nazi-Siedler umzingeln Hamburg PDF Drucken
Montag, 4. Juli 2016
Mopo, Olaf Wunder

Es ist erschreckend, was sich da auf dem platten Land rund um Hamburg zusammenbraut – und die Öffentlichkeit hat davon bisher kaum Notiz genommen: Seit Jahren schon lassen sich „völkische Siedler“ in der Lüneburger Heide, dem Wendland, vor allem aber in Mecklenburg nieder. Es sind Anhänger der faschistischen Blut-und-Boden-Ideologie. Harmlose Spinner könnte man meinen, gäbe es da nicht eine Strategie: Das Ziel ist die Herrschaft über die Dörfer. Die MOPO erklärt, wie gefährlich diese Menschen wirklich sind.
Wie viele Nazi-Siedler gibt es eigentlich?
Von rund 1.000 Personen bundesweit geht die Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung aus (ist nach einem Angolaner benannt, der 1990 von Rassisten ermordet wurde). Viele völkische Siedler sind Bauern, andere arbeiten als Kunsthandwerker, Erzieher, Hebammen oder Gärtner.
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Diskurse der Rechten: Von allzu einfachen Antworten PDF Drucken
Freitag, 1. Juli 2016

Deutschlandfunk, Ursula Storost

Pegida läuft durchs Land. Und auch sonst läuft derzeit einiges gründlich schief, sagt Dr. Peter Felixberger. Der Publizist, Philosoph und Mitherausgeber der Kulturzeitschrift "Kursbuch" sieht die Grundfesten des Sozialstaats in Gefahr. Zum Beispiel wenn Vizekanzler Sigmar Gabriel sich mit folgender Botschaft ans Volk wendet.

"'Für die macht ihr alles, für uns macht ihr nichts.' Der Satz ist supergefährlich."

"Die", damit sind die Flüchtlinge gemeint, für die angeblich mehr getan wird als für die Einheimischen. So ein Satz, sagt Peter Felixberger, sei nichts anderes, als wenn Vertreter einer Rechtsaußenpartei betonen, man sei nicht ausländerfeindlich, sondern nur inländerfreundlich.

"Dieser Satz suggeriert natürlich, dass es im Grunde genommen ein Innen und Außen gibt. Es gibt also Deutsche, die einen Anspruch haben auf Sozialstaat, auf soziale Leistungen. Und es gibt offenbar Menschen, die das weniger haben. Hier also die Deutschen und dort jene, die müssen sich erst würdig erweisen dieser Inklusion."

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Klima von Hass und Gewalt PDF Drucken
Donnerstag, 30. Juni 2016

bnr.de, Gabriele Nandlinger

Einen „exorbitanten Anstieg“ rechtsextremer Gewalt und eine „zunehmende Anschlussfähigkeit des Rechtsextremismus“ bilanziert der Bundesverfassungsschutz in seinem aktuellen Bericht, der am Dienstag von Innenminister Thomas de Maizière und Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen in Berlin vorgestellt wurde. Für Bundesinnenminister de Maiziere ist es besorgniserregend, dass „fremdenfeindliche Agitation die Mitte unserer Gesellschaft“ erreicht habe. Den Verfassungsschützern zufolge ist die Anti-Asyl-Agitation „von einer schwindenden Abgrenzung zum Rechtsextremismus und einer Akzeptanz von Gewalt und Militanz in Teilen der Bevölkerung geprägt“.

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Justiz blockt Neonazi-Watchblog PDF Drucken
Donnerstag, 30. Juni 2016

Der Tagesspiegel, Matthias Meisner

Die Fragen sind wichtig, mehr denn je: Was passiert in der rechtsextremen Szene? Wo sind die Neonazis besonders aktiv? Welche Strategien wenden sie an? Warum finden sie Gehör? Und was kann man gegen sie tun? Um das zu klären, hat "Zeit online" vor neun Jahren den Neonazi-Watchblog "Störungsmelder" gestartet. Fortlaufend wird seither über die rechte Szene berichtet, auch wenn sie mal nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht. Zuletzt beispielsweise über einen "Identitären"-Aufmarsch in Berlin, Verbindungen von Russlanddeutschen zur extremen Rechten und eine Sonnenwendfeier im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm.

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Späte Ehre für den Nazi-Gegner Karlrobert Kreiten PDF Drucken
Mittwoch, 29. Juni 2016

Hamburger Abendblatt, Verena Fischer-Zernin

Wie schafft es ein junger, unbekannter Pianist, den Kleinen Saal der Laeiszhalle nahezu auszuverkaufen? Bei Florian Heinisch lag der Grund auf der Hand: Er trat an, "Das ungespielte Konzert" zwar nicht nachzuholen, aber ihm eine späte Ehre zu erweisen. Im Mai 1943 sollte der Pianist Karlrobert Kreiten dieselben Werke spielen, wurde aber am Konzerttag verhaftet und später unter dem Vorwurf der Wehrkraftzersetzung von den Nationalsozialisten ermordet.

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Wer war das NSU-Opfer Süleyman Ta_köprü? PDF Drucken
Montag, 27. Juni 2016

NDR.de, Kristina Festring-Hashem Zadeh

Am 27. Juni 2001 stirbt der türkischstämmige Taşköprü in seinem Lebensmittelladen - erschossen von den rechtsextremistischen Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU). Der Mord an dem 31-Jährigen hat nicht nur die Angehörigen traumatisiert, sondern auch das Viertel.

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NSU-Mord: Vor 15 Jahren starb Süleyman Ta_köprü PDF Drucken
Montag, 27. Juni 2016

NDR.de

Am 27. Juni 2001 wurde Süleyman Taşköprü von Mitgliedern der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) erschossen. Der 31-Jährige starb in den Armen seines Vaters in dessen Lebensmittelladen in Hamburg-Bahrenfeld und hinterließ seine Lebensgefährtin und seine dreijährige Tochter. Am Sonnabend versammelten sich laut Twitter-Eintrag eines Teilnehmers rund 80 Menschen in Bahrenfeld, um dem 15. Jahrestag der Ermordung von Tasköprü zu gedenken.

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Die AfD ist tot - sie weiß es nur noch nicht PDF Drucken
Sonntag, 26. Juni 2016

Der Tagesspiegel, Harald Martenstein

Wenn das kein Antisemitismus ist, dann wäre auch Adolf Hitler kein Antisemit gewesen. Übrigens war Hitler, bei allem, was man gegen ihn sagen kann, ein eleganterer Stilist als Wolfgang Gedeon. Auch der Fraktionsvorsitzende Meuthen hat die Botschaft des Buches erkannt. Er wollte Gedeon aus der Fraktion werfen. Dafür findet er in der AfD-Fraktion nicht die notwendige Mehrheit. Nun soll eine wissenschaftliche Kommission das Buch analysieren und herausfinden, ob es sich bei der These, die Juden strebten nach der Weltherrschaft, wirklich um Antisemitismus handelt. 

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Ein Mord, den niemand vergessen kann PDF Drucken
Samstag, 25. Juni 2016

Elbe Wochnblatt, Christopher von Savign

Der Wind weht ein paar lose Blätter über den rosaroten, fünfzackigen Stern, der im Bürgersteig in der Schützenstraße eingelassen ist. Wäre da nicht dieses kleine, runde Schwarzweißfoto im Zentrum des Mahnmals – man würde vielleicht achtlos daran vorübergehen. Das Bild zeigt einen freundlich dreinblickenden, jungen Mann mit schwarzen Haaren. Passanten haben zwei Grablichter und ein paar Topfpflanzen aufgestellt, die inzwischen verwildert sind. Auf dem schwarzen Steinbrocken dahinter wurde etwas eingraviert. Leider ist die Inschrift nur schlecht zu entziffern.

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