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Inlandsgeheimdienst blitzt ab |
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Sunday, 28. October 2012 |
taz-nord, Kai von Appen Der Verfassungsschutz versucht, eine Hamburger Antifa-Aktivistin anzuwerben. Die so Umschwärmte lehnt dankend ab und sähe den Dienst lieber aufgelöst. Nicole Schwarz* ist eine aufgeschlossene Frau. Deshalb bleibt sie höflich, als sie vor ihrer Haustür in Hamburg–St. Pauli von zwei Frauen in Jeans und Mantel mit Vor- und Zunamen angesprochen wird. Zuvor hatten die beiden die Klingelleiste inspiziert. Eigentlich ist Schwarz an jenem Nachmittag gegen halb vier völlig unerwartet nach Hause gekommen. „Die beiden waren relativ sympathisch“, berichtet die 27-jährige Studentin. „Aber sie müssen mich regelrecht abgepasst haben.“ Die beiden stellen sich als Anna und Marlies vor. Anna ist Anfang 30, schlank, 1,75 groß, hat ihre dunkelbraunen Haare zum Zopf gebunden. Marlies wird von Schwarz als eher Mitte bis Ende 30 beschrieben, hellbraunes Haar und auffällige Augen: helles Blau mit einem dunkelblauen Kranz. Mehrfach entschuldigen sie sich dafür, Schwarz einfach auf der Straße anzusprechen, aber sie hätten auch schon geklingelt, sagen sie, und Schwarz sei ihnen als „höfliche Person“ beschrieben worden. Weiterlesen |
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Damals ermordet, heute verfolgt |
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Saturday, 27. October 2012 |
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Denkmal für Sinti und Roma SZ, Ein Kommentar von Heribert Prantl Die toten Sinti und Roma haben nun ihr Denkmal. Die lebenden werden auch in Deutschland kaserniert und abgeschoben. Während die Bundeskanzlerin der bis zu 500.000 Ermordeten gedenkt, überlegt der Bundesinnenminister, wie man sich die Enkel und Urenkel vom Leib hält. ...Die lebenden Sinti und Roma haben fast nichts; sie haben keine Arbeit, keine Wohnung, keinen Schutz und keine Hilfe. In Ungarn, Rumänien und Bulgarien, Mazedonien und Serbien werden sie schikaniert und verfolgt, in Deutschland und Frankreich kaserniert und abgeschoben - dorthin, wo sie wieder schikaniert und verfolgt werden. weiter |
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Verfassungsschutz gegen Punkband |
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Thursday, 25. October 2012 |
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Der Feind steht links taz, von Jens Uthof „Feine Sahne Fischfilet“ spielen Punk. Das hält der Verfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern für sehr gefährlich… Die Nennung von antifaschistischen Bands in Verfassungsschutzberichten spiegelt einen bundesweiten Trend wieder. Auch im VS-Bericht Brandenburgs vom März 2011 finden sich Eintragungen im Kapitel „Hass-Musik mit linksextremistischen Bezügen“, die fragwürdig erscheinen müssen, gerade im Jahr der Aufdeckung der NSU-Mordserie. weiterlesen |
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Nach Nazi-Aufmarsch: Verfahren gegen Polizisten eingestellt |
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Thursday, 25. October 2012 |
Hamburger Abendblatt Vier Verfahren gegen sächsische Beamte eingestellt. Sie standen unter Verdacht der Körperverletzung nach den Aufmärschen vom 2. Juni. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat vier Ermittlungsverfahren gegen sächsische Polizisten in Zusammenhang mit dem Neonazi-Aufmarsch im Juni in der Hansestadt eingestellt. Der Tatverdacht wegen Körperverletzung im Amt habe sich nicht erhärtet oder die Täter hätten nicht ausfindig gemacht werden können, sagte Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers am Mittwoch und bestätigte einen Bericht von MDR 1 Radio Sachsen. Ein fünftes Verfahren laufe noch, "hier warten wir noch auf die Aussage des mutmaßlichen Opfers." In dem Fall hatte sich eine 43-jährige Frau bei Ausschreitungen am Rande des Neonazi-Aufmarschs einen Schädelbruch zugezogen – angeblich durch Polizeigewalt. Bei dem rechten Aufzug von 700 Neonazis am 2. Juni war ein Großaufgebot von knapp 4500 Beamten aus mehreren Bundesländern im Einsatz, darunter auch eine Hundertschaft aus Sachsen. Weiterlesen |
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Thüringen: Der Feind steht nur noch rechts |
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Thursday, 25. October 2012 |
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taz
Das Landesprogramm für Demokratie richtet sich nicht mehr gegen Linksextremismus und Islamismus, kündigt die Sozialministerin an
Es ist ein überraschender Paradigmenwechsel in Thüringen. Die schwarz-rote Landesregierung will mit ihrem Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit nur noch gegen Rechtsextremismus kämpfen. Wie Sozialministerin Heike Taubert (SPD) am Mittwoch in Erfurt ankündigte, sollen die Bereiche Linksextremismus und islamistischer Extremismus aus dem Programm gestrichen werden. Eine weitere Schlappe für den Thüringer Verfassungsschutz, der deren Aufnahme forciert hatte. Thüringen wende sich "gegen jede Form von Extremismus", hieß es bislang. Dabei gebe es mit Linksextremismus und Islamismus kein gesellschaftliches Problem, so Taubert. Das Programm soll für 2013 um 900.000 Euro auf 2,4 Millionen Euro aufgestockt werden. weiterlesen |
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Warum ein NS-Kriegsverbrecher unbehelligt bei Stade lebt "Große Grausamkeit" |
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Thursday, 25. October 2012 |
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taz, von Andreas Speit
Längst schuldig gesprochen ist Alfred L. - in Italien. Am 6. Juli 2011 verurteilte das Militärgericht in Verona den ehemaligen Angehörigen der Fallschirm-Panzer-Division "Herman Göring" zu zweimal lebenslanger Haft und Entschädigungszahlungen - in Abwesenheit. In Deutschland ist ein Verfahren gegen L., der unweit von Stade lebt, noch nicht geschlossen, sagt Andreas Brendel, Leiter der Zentralstelle für die Bearbeitung von NS-Massenverbrechen in Dortmund.
Die Dortmunder hatten dem italienischen Tribunal zugearbeitet. Nach 41 Verhandlungstagen sah das Militärgericht es als erwiesen an, dass der heute 87-Jährige L. 1944 beteiligt war an Massakern von "großer Grausamkeit" an rund 400 Zivilisten. "Er handelte als Befehlsempfänger in ständigem Rapport mit dem Kommandanten", heißt es in dem Urteil, "und hat effektiv dazu beigetragen, die Befehlskette einzuhalten". weiterlesen |
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Antifaschistischer Preis - „Regeln bewusst übertreten“ |
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Wednesday, 24. October 2012 |
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taz-nord, Interview Andreas Speit Warum die Hamburger Stiftung Auschwitz-Komitee ihren Hans-Frankenthal-Preis an den Hamburger Autor Thomas Ebermann verleiht. taz: Herr Terfloth, Herr Klingner, warum vergibt Ihre Stiftung den Hans-Frankenthal-Preis? Martin Klingner: Wir sorgen dafür, dass die nationalsozialistischen Verbrechen nicht relativiert werden und sich rechtsextremes Gedankengut nicht wieder gesellschaftlich manifestiert. Der Preis ist einer unserer vielen Versuche, den Bogen von damals nach heute zu schlagen. Wir wollen die Überlebenden darauf aufmerksam machen, was passiert ist, damit es nicht wieder passiert. Aus dem Grund haben Hans Frankenthal, Esther Bejarano und andere das Komitee aufgebaut. Die bisherigen Preisträger machen ja sehr verschiedene Dinge?Klingner: Erinnern heißt eben nicht, bloß auf die Vergangenheit zu schauen. Der Künstler Wolfram P. Kastner stellte in einer Aktion einen Kontext zwischen verbrannten Büchern und rassistischen Fahrkartenkontrollen her. Die Gruppe Ultra Sankt Pauli baute ein internationales Netzwerk gegen rassistische Tendenzen in den Fußballstadien auf und Helmke Kaufner und Ingeborg Luth von der Initiative „Finkenwerder Arbeitskreis Außenlager Deutsche Werft des KZ Neuengamme“ setzen sich gegen das Vergessen vor Ort ein. Weiterlesen |
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Verfassungsschutz soll doch nicht über Gemeinnützigkeit entscheiden |
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Wednesday, 24. October 2012 |
Die Welt Vereine sollen doch nicht automatisch den Status der Gemeinnützigkeit verlieren, wenn sie in Verfassungsschutzberichten auftauchen. Darauf haben sich nach Informationen der Zeitung "Die Welt" die zuständigen Finanzpolitiker der Unions- und FDP-Fraktion verständigt. Ein entsprechender Passus werde aus dem Entwurf des Jahressteuergesetzes 2013 gestrichen. Weiterlesen |
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Gemeinnützigkeit: Verschärfte Verfassungsschutz-Klausel vom Tisch |
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Tuesday, 23. October 2012 |
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Umweltjournal.de, von Robin Wood Erleichtert haben ROBIN WOOD, Attac und mehr als 180 weitere Organisationen die Entscheidung der Finanzpolitiker von CDU und FDP zur Kenntnis genommen, den Verfassungsschutz nun doch nicht allein über den Entzug der Gemeinnützigkeit entscheiden zu lassen. … Die von der Bundesregierung ursprünglich geplante Gesetzesänderung sah das zwingende Ende des Gemeinnützigkeitsstatus für Organisationen vor, die in einem der Verfassungsschutzberichte von Bund oder Ländern als „extremistisch“ bezeichnet werden – ohne Anhörung der Betroffenen und ohne Spielräume der lokalen Finanzämter. „Unser Protest hat Wirkung gezeigt", ergänzte Daniel Häfner von ROBIN WOOD, „allerdings ist es bedenklich, dass die Bundesregierung überhaupt auf diese Idee kam. Wie konnte sie glauben, dass die Schlapphüte mit ihren Aktenvernichtern die Richtigen sein könnten, über die Zukunft zivilgesellschaftlicher Organisationen zu entscheiden? Und wie kam es, dass sie auf das rechtsstaatliche Prinzip der Anhörung Beschuldigter verzichten wollten?" weiterlesen |
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NSU-Morde - Nichtaufklärung ist systemimmanent |
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Tuesday, 23. October 2012 |
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migazin, Ünal Zeran
Die bisherige Aufklärung der NSU-Morde hat zahlreiche Fragen aufgeworfen, die nicht einmal mehr gestellt werden. Ünal Zeran hakt nach. Er ist überzeugt, dass Nichtaufklärung systemimmanent ist. Ein V-Mann des baden-württembergischen Verfassungsschutzes (VS) soll Gründer und Anführer einer deutschen Gruppierung des Ku-Klux-Klans (KKK) sein. Ein Mitarbeiter des baden-württembergischen Verfassungsschutzes soll ihn 2002 gewarnt haben, dass seine Telefonate abgehört werden. Was er sonst noch weitergab? Nachforschungen: Fehlanzeige. Ermittlungen wegen Geheimnisverrates (§ 353b StGB) oder Strafvereitelung (§ 258 StGB)? Fehlanzeige. Problem erkannt, Gefahr gebannt. Er wird in eine andere Behörde versetzt. Das macht man so bei der wehrhaften Demokratie. Besoldung, na klar! Pensionsansprüche? Selbstverständlich! Über die Altersarmutsdebatte braucht sich dieser Mann keine Sorgen zu machen. Er hat ja nicht für die Stasi gearbeitet. Weiterlesen |
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PM: Schluss mit der rassistischen Hetze gegen Roma! Das Recht auf Asyl duldet keine Unterschiede! |
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Tuesday, 16. October 2012 |
Gemeinsame Presserklärung verschiedener Flüchtlingsorganisation, u.a. auch des Flüchtlingsrats Hamburg
15. Oktober 2012 - In den vergangenen Tagen haben konservative Politiker, aber auch Mitglieder der SPD, wiederholt gefordert, die Visumpflicht für serbische und mazedonische StaatsbürgerInnen, die im Dezember 2009 gelockert wurde, wieder einzuführen. Sie möchten damit den „massiven Zustrom von serbischen und mazedonischen Staatsbürgern“ stoppen. Dabei geht es in erster Linie um Mitglieder der Romaminderheit, die seit Aufhebung der Visumpflicht für Kurzaufenthalte im Schengenraum vermehrt in der EU und anderen Schengener Vertragsstaaten Asyl beantragen. |
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weiter …
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