Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

Aktuelle Meldungen


Eigenen Jaguar angezündet PDF Drucken
Freitag, 7. Mai 2010
Mopo. Stephanie Lamprecht

Ein Rechtsradikaler, dessen Jaguar-Oldtimer im August 2008 in Flammen aufging, hat den Brand selbst gelegt, um die Versicherungssumme von 12000 Euro zu kassieren. Zu dieser Überzeugung gelangte das Amtsgericht Barmbek und verurteilte den Glatzkopf gestern zu 80 Tagessätzen á 40 Euro wegen Versicherungsmissbrauchs und Vortäuschens einer Straftat. Mario L. (40) hatte behauptet, der Anschlag sei aus der linken Szene erfolgt. Das glaubte die Richterin ihm nicht.
 

Anmerkung: Bei dem dumm-dreisten Verurteilten handelt es sich um Mario Liebert, in den letzten Jahren Beuftragter des NPD-Ordnungsdienstes für Hamburg.
 
KZ-Befreiung: Das Treffen der Überlebenden PDF Drucken
Donnerstag, 6. Mai 2010

Mopo vom Mittwoch, Olaf Wunder 

Als vor 65 Jahren britische Soldaten das Konzentrationslager Neuengamme betreten, ist es nahezu menschenleer. Die letzten Häftlinge hat die SS Ende April 1945 auf Todesmärsche geschickt, hat sie in andere Lager verlegt, wo viele noch in den letzten Kriegstagen sterben. An Hunger und Krankheiten zumeist.

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnerte gestern mit einer großen internationalen Gedenkveranstaltung an die Befreiung der Konzentrationslager und an das Ende des Krieges.

80 Überlebende sind angereist, aus den Niederlanden, aus Frankreich, Spanien, Polen und Schweden. Einige von ihnen hatten ihre alte Häftlingskleidung angezogen und erzählten Jugendlichen von ihren Erinnerungen. Die 14-jährige Linnea war schwer beeindruckt. "Wir haben schon viel über die Judenverfolgung in der Schule gelernt. Aber es ist etwas ganz anderes, wenn man einen Überlebenden trifft", sagte sie.

Weiterlesen
 
Wie sich ein "Deutsches Nachrichtenmagazin" macht PDF Drucken
Donnerstag, 6. Mai 2010

Andreas Speit, TAZ

Der Verleger gibt sich zufrieden. "Wesentlich besser, als wir erwarteten", sagt Dietmar Munier, habe sich sein Magazin Zuerst! verkauft: Die fünfte Ausgabe des "Deutschen Nachrichtenmagazins" ist am vergangenen Wochenende erschienen. Genaue Zahlen allerdings möchte er der taz nicht nennen. "Was für eine Frage!", antwort Munier, der seine politische Karriere bei den "Jungen Nationaldemokraten" begann. In der jüngsten Ausgabe sucht der Verlag per Annonce einen Redakteur und einen Auszubildenden.

"Viel ging zurück", sagt eine Verkäuferin an einem Bahnhofskiosk irgendwo im Norden. Hier findet sich Zuerst! im Regal zwischen den Politikzeitschriften.

weiterlesen

 
1. Mai 2010 Berlin: Polizist tritt Demonstranten ins Gesicht PDF Drucken
Montag, 3. Mai 2010
Brutale Gewalt am 1. Mai in Berlin:

Ein Amateurvideo zeigt, wie ein Polizist einem jungen Mann, der bereits am Boden liegt, mit voller Wucht gegen den Kopf tritt.



tagespiegel (04.05.10)

Der Polizist, der am 1. Mai einem am Boden liegenden Demonstranten ins Gesicht getreten hat, hat sich bei seinem Vorgesetzten gestellt. Gegen ihn hatte die Polizei von sich aus direkt nach der Tat ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet, da die Tat auch von einer Polizeikamera gefilmt worden war. Bekannt geworden war der Fall durch einen unbekannten Zeugen, der ein Video der Aktion ins Internet gestellt hatte. Der Polizeiobermeister von der Einsatzhundertschaft der Direktion 4 war gegen 20.30 Uhr in der Wiener Straße in vollem Lauf über eine zu Boden gestürzte Person gesprungen und hatte dieser dabei mit dem Stiefel „einen kräftigen, heftigen Tritt“ (so Polizeipräsident Dieter Glietsch) ins Gesicht versetzt. Bis zum Abschluss der Ermittlungen wird der Beamte nicht in der Einheit seinen Dienst versehen, teilte das Präsidium gestern mit.
weiterlesen
 
Interview mit Esther Bejarano: "Müdigkeit gibt es nicht" PDF Drucken
Montag, 3. Mai 2010
taz, Interview: Kendra Eckhorst

SCHWEIGEN ODER SINGEN Die jüdische Musikerin Esther Bejarano spielte im Mädchenorchester von Auschwitz und überlebte so den Holocaust. 1960 zog sie nach Hamburg und engagiert sich seit über 30 Jahren gegen den Faschismus: Derzeit tritt sie mit der Kölner Hip-Hop-Combo Microphone Mafia auf, liest in Schulen und lässt sich nicht beeindrucken, wenn die NPD einen Drohbrief schickt

taz: Frau Bejarano, mit der Kölner Hip-Hop-Combo Microphone Mafia haben Sie die CD "Per la Vita" aufgenommen. Ihre Lieder wurden mit einem Hip-Hop-Beat unterlegt und neue, gerappte Texte kamen zu ihrem Gesang dazu. Mögen Sie Hip-Hop-Musik wirklich?

Esther Bejarano: Ich kann nicht sagen, dass ich sie liebe. Sie ist mir viel zu laut und das Rumgehopse auf der Bühne ist auch nicht mein Fall. Die Rapper habe ich aber schon gemäßigt.

Was interessiert Sie an der Zusammenarbeit?

Zum einen, wie unsere Musik mit den Texten der Rapper zusammenpasst. Die sind wirklich gut. Zum anderen, dass eine Alte wie ich mit ganz jungen Leuten auf der Bühne steht. Es kommen drei Generationen zusammen, aber auch drei verschiedene Religionen. 

weiterlesen
 
Hamburg/Berlin: DGB pocht auf NPD-Verbot - de Maizière ist dagegen PDF Drucken
Donnerstag, 29. April 2010

Jochen Gaugele und Christian Unger, Hamburger Abendblatt

Mit 3000 Rechtsextremen auf den Straßen seiner Stadt rechnet Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) für den 1. Mai. Deren Aufmarsch am Tag der Arbeit ist eine Provokation für Gewerkschafter und Linksbündnisse - und lässt abermals Forderungen nach einem Verbot der rechtsextremistischen NPD laut werden.

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, dringt massiv auf ein neues Verfahren. "Die Zeit für ein NPD-Verbot ist längst überfällig", sagte Sommer dem Hamburger Abendblatt. "Ich finde es unerträglich, dass eine Partei wie die NPD, die rassistisch, nationalistisch, antisemitisch und demokratiefeindlich ist, immer noch nicht verboten ist."

weiterlesen

 
Bremen: Braune Äpfel, rote Birnen PDF Drucken
Mittwoch, 28. April 2010

Bremens Verfassungsschutz zeigt eine Ausstellung über Rechtextremismus und setzt den nicht mit Linksextremismus gleich - anders als die Kollegen in Hannover
SEBASTIAN HEIDELBERGER, TAZ


Nach etlichen Stationen in ganz Niedersachsen ist die Wanderausstellung "Verfassungsschutz gegen Rechtsextremismus - Demokratie schützen" nun in Bremen zu sehen. Auf 20 Schautafeln stellt sie Erscheinungsformen, Aktivitäten und Strategien der extremen Rechten dar - und das ist der entscheidende Unterschied: Ursprünglich hieß die vom niedersächsischen Verfassungsschutz konzipierten Schau "Verfassungsschutz gegen Extremismus - Demokratie schützen vor Rechts- und Linksextremismus". Was die CDU in der Bremischen Bürgerschaft nun zu einer Anfrage an den Senat motivierte: Wer entschieden habe, die solchermaßen umgewichtete Ausstellung zu zeigen, will man wissen. Und: "Warum wurden die Schautafeln zum Thema Linksextremismus entfernt?"
weiterlesen

 
Endlich! Nazi-Rocker im Knast PDF Drucken
Mittwoch, 28. April 2010
Mopo, von Wiebke Bromberg

Bandenkrieg im Norden: 130 Polizisten holten Bandidos-Boss Peter Borchert aus dem Bett. Dem Bandidos-Chef und Neonazi drohen mehrere Jahre Knast

Er hat bereits zehn seiner gerade mal 36 Lebensjahre hinter Gittern verbracht. Körperverletzung, versuchter Totschlag und Waffenhandel gehen unter anderem auf sein Konto. Der Ex-NPD-Funktionär und Vize-Anführer der Bandidos, Peter Borchert, ist einer der gefährlichsten Rocker Norddeutschlands. Jetzt sitzt er mal wieder im Knast - wegen einer Messerattacke bei "Subway" (MOPO berichtete).

weiterlesen
 
Gedenken zum 8. Mai in Hamburg PDF Drucken
Dienstag, 27. April 2010
 Störungsmelder, von Jan Jetter  (22.04.10)

Anlässlich des 65. Jahrestages der Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands ist in Hamburg eine interessante Form des Gedenkens geplant: durch temporär markierte Orte (siehe Foto) in Hamburg, die als Ergänzung und Kommentierung zur städtischen Gedenklandschaft zu verstehen sind, sollen die “vielschichtigen Dimensionen und Verknüpfungen von Täterschaft, Beteiligten, Institutionen, Alltäglichkeit von Gewalt und Ausgrenzung und ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz des Nationalsozialismus vergegenwärtigt und sichtbar” gemacht werden.

weiterlesen
 
Harburg: Ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen PDF Drucken
Dienstag, 27. April 2010
Hamburger Abendblatt, von Andreas Schmidt

Neugrabener Konfirmanden beteiligten sich an einer Frühjahrsputzaktion für Stolpersteine der Initiative Gedenken.
Harburg. Die Inschrift auf der Messingplatte ist nicht mehr so gut lesbar: "Hier wohnte Ursula Bohlmann, Jahrgang 1935. Heil- und Pflegeanstalt Eichberg. Ermordet 23.09.1943." Die zehn mal zehn Zentimeter große Messingplatte im Gehweg der Julius-Ludowieg-Straße in Harburg ist ein "Stolperstein" und erinnert an ein acht Jahre altes Mädchen, das hier vor 67 Jahren lebte. Ursula war Patientin der Alsterdorfer Anstalten und kam im August 1943 in die "Heil- und Pflegeanstalt Eichberg" bei Hattenheim im Rheingau. "Dort hat man sie verhungern lassen", sagt der Sottorfer Historiker Klaus Möller (74) von der Initiative Gedenken in Harburg.
weiterlesen 
 
In Hamburg gegründet: die Stiftung Auschwitz-Komitee PDF Drucken
Montag, 26. April 2010

2010 wird erstmalig der Hans-Frankenthal-Preis ausgeschrieben.
Bewerbungsschluss ist der 1. August 2010

Mehr Informationen demnächst unter: www.stiftung-auschwitz-komitee.de

Pressemitteilung des Auschwitz-Komitees

"Stiften gehen", das hat Marius Giese beschlossen und mit seinem Sylter Erbteil eine Stiftung Auschwitz-Komitee begründet. Diese Stiftung will die Stimme derjenigen, welche die nationalsozialistischen Verbrechen noch selbst erlebt und überlebt haben, ihre Mahnung und ihr Vermächtnis auch für die nachfolgenden Generationen weiterhin hörbar und sichtbar machen. Hierzu fördert die Stiftung in erster Linie das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V., eine jährliche Zuwendung unterstützt auch die Arbeit der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Erstmalig wird im Jahr 2010 der Hans-Frankenthal-Preis ausgeschrieben. Benannt nach Hans Frankenthal (1926-1999), dem langjährigen Vorstandsmitglied des Auschwitz-Komitees, zugleich Mitglied des Zentralrats der Juden und der jüdischen Gemeinde Hagen. Er wurde als Jugendlicher mit seinem Bruder nach Auschwitz verschleppt, überlebte die Zwangsarbeit in Auschwitz-Monowitz, im KZ Mittelbau Dora und im KZ Theresienstadt. Die Brüder, die einzigen Überlebenden der Familie, kehrten in ihren Geburtsort Schmallenberg im Sauerland zurück, wie sie es ihrem Vater während der Deportation versprochen hatten.

weiter …
 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 129 - 144 von 996