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Wie die "Freien Kameraden" in der Lüneburger Heide auftreten: Schmiereien und Schläge |
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Samstag, 22. Mai 2010 |
taz, der rechte Rand, von Andreas Speit
Auf der Website der "Snevern Jungs" sind verschiedene Schokoküsse abgebildet. Neben dreien, die mit Stoppschildern kombiniert sind, stehen die Bezeichnungen "Mohrenkopf", "Negerkuss" und "Bimboschmatzer". Das vierte Bild, hervorgehoben mit einen Vorfahrtsschild, trägt den Titel "Mit Schokolade überzogene Schaumzuckerware mit Migrationshintergrund".
Gern macht sich die Kameradschaft lustig über das, was sie unter "political correctness" versteht. Ansonsten trete die rechtsextreme Szene im Heidekreis Soltau-Fallingbostel "massiver, aber auch militanter auf", sagt Charly Braun vom DGB-Regional- und Kreisvorstand. Der grüne Bundestagsabgeordnete Sven Kindler stimmt zu: "Seit längerem häufen sich die Übergriffe."
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Reinfeld: Nazis im Visier |
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Mittwoch, 19. Mai 2010 |
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Hamburger Abendblatt, von Alexander Sulanke (15.05.10) Reinfeld. Der schleswig-holsteinische Verfassungsschutz beobachtet seit kurzem auch in Stormarn rechtsextremistische Aktivitäten. Der Kreis gehöre zwar zu den Regionen, die unterdurchschnittlich von rechtsextremistischen Bestrebungen betroffen sind, heißt es im aktuellen Verfassungsschutzbericht. Aber: "Dennoch gibt es neuerdings auch dort zumindest Ansätze für das Entstehen rechtsextremistischer Strukturen." Die Abteilung des Innenministeriums legt dabei besonderes Augenmerk auf eine Gruppierung, die als "Autonome Nationalisten Stormarn" mit einer eigenen Internetseite auf sich aufmerksam macht. Ihr ist offenbar auch der Personenkreis zuzurechnen, der am 65. Jahrestag der Kapitulation des Deutschen Reichs eine "Gedenkminute" am Oldesloer Ehrenmal auf dem alten Friedhof abgehalten hat (wir berichteten). Auf der Internetseite wird der 8. Mai allerdings als der Tag bezeichnet, an dem Deutschland von verbrecherischen Kommunisten und Kapitalisten besetzt worden sei. weiterlesen |
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Aufstand bei Facebook gegen den braunen Mob |
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Dienstag, 18. Mai 2010 |
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Mopo, von Simone Pauls Hier geht’s zur Anti-NPD-Facebook-Seite 225000 Nutzer wollen NPD-Seite löschen lassen / Doch das Internet-Netzwerk weigert sich Die rechtsextreme Partei NPD konnte bislang noch nicht verboten werden - jetzt macht die Facebook-Gemeinde gegen die Rechten mobil! In dem sozialen Internet-Netzwerk hat sich eine Gruppe namens "Kein Facebook für Nazis" gegründet. Deren mehr als 200000 Unterstützer wollen erreichen, dass Facebook (Sitz in Hamburg) die NPD-Seite löscht. Die Online-Plattform Facebook ist besonders bei jungen Leuten beliebt, die dort Fotos einstellen und Kontakt zu Freunden halten. Auch Firmen und Parteien sind in dem Netzwerk aktiv, darunter auch die NPD. Und das stinkt anderen Nutzern gewaltig. Am 8. Mai hat sich deshalb die Gruppe "Kein Facebook für Neonazis NPD-Seite löschen!" gegründet. Mehr als 225000 Unterstützer hat sie schon. Die NPD kommt nur auf knapp 1300 Unterstützer. weiterlesen |
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Antisemitischer Angriff auf jüdische Gemeinde in Pinneberg |
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Dienstag, 18. Mai 2010 |
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Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg Am 14.05.2010 zwischen 19.00 und 21.00 Uhr wurde vor dem jüdischen Gemeindezentrum in Pinneberg, vermutlich von Nazis, das Auto einer Gottesdienstbesucherin mit einem Hakenkreuz beschmiert. Eine Personengruppe, die der rechten Szene zugeordnet wird, wurde in der Tatzeit vor dem jüdischen Gemeindezentrum gesehen.
Wir sehen diesen erneuten Angriff auf die Jüdische Gemeinde in einem Zusammenhang mit der Beschmiererei der Stolpersteine in Pinneberg eine Woche zuvor. Schon 2008 wurde die Jüdische Gemeinde in Pinneberg angegriffen. In der Nacht vom 15.06 auf den 16.o6.2008 haben unbekannte Täter_innen eine Pflasterstein in den Gebetsraum geworfen. Ein anonymer Anrufer meldete sich dann mit folgender Botschaft: "Das kann öfters passieren. Ihr habt jetzt keine Ruhe mehr. Sieg Heil!"
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*Keine Diffamierung des Hamburger Bündnis gegen Rechts und des Bündnis Recht auf Stadt* |
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Montag, 17. Mai 2010 |
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Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 10. Mai 2010
Die GRÜNE JUGEND Hamburg verurteilt die Erwähnung des Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) im aktuellen Verfassungsschutzbericht des Landesamt für Verfassungsschutz, in dem es unter "Orthodoxe Kommunisten" behandelt wird. Durch die Mitarbeit der Hamburger DKP und durch Avanti - Projekt Undogmatische Linke, sei das Bündnis "linksextremistisch beeinflusst". Das gleiche gilt für das Bündnis Recht auf Stadt, welches ebenfalls als "linksextremistisch beeinflusst" dargestellt wird. Dazu erklärt die Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg Jennifer Broocks: "Die Diffamierung antifaschistischer Bündnisse in Verfassungsberichten muss aufhören. Wer im Sinne einer Extremismustheorie, die die Demokratie von rechts und links gleichermaßen bedroht sieht, neben Neofaschist_innen und extremen Rechten zwanghaft nach "bösen Linken" sucht, macht dabei den Fehler diejenigen als Verfassungsfeind_innen zu diskreditieren, die jeden Tag aktiv für unsere Demokratie eintreten. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts ist ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen und Einzelpersonen, die gemeinsam versuchen, rechtem Gedankengut in Hamburg entgegenzutreten. |
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Verfassungsschutz verharmlost neonazistische Gewalttaten |
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Mittwoch, 12. Mai 2010 |
PM Die Linke
Der Verfassungsschutz Hamburg behauptete in seinem aktuellen Bericht, dass im Bereich der „Politisch Motivierten Kriminalität“ die Anzahl der rechtsextremistischen Gewalttaten im Jahr 2009 „deutlich“ zurückgegangen sei. Tatsächlich kann aber von einem Rückgang rechter Gewalt keine Rede sein, kritisiert die Fraktion DIE LINKE. Wörtlich heißt es im Verfassungsschutzbericht unter der Überschrift „Politisch Motivierte Kriminalität (PMK): Im Jahr 2009 wurden in Hamburg insgesamt 297 rechtsextremistische Straftaten begangen und damit 72 weniger als 2008 (369). Dies bedeutet einen Rückgang um 19,5%. Die Zahl der Gewalttaten ging deutlich von 45 auf 30 (-33,3%) zurück.“ Ausweislich der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der LINKEN vom 8.4.2010 (Bt.-Drs. 17/1319) wurden im Bereich der „Politisch motivierten Kriminalität – PMK-rechts für das Jahr 2009“ in Hamburg hingegen 40 Gewalttaten und 278 sonstige Straftaten registriert. |
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Mitglied von Jugendwiderstandgruppe verstorben |
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Dienstag, 11. Mai 2010 |
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) trauert um ihren Kameraden Der letzte Überlebende der Jugendwiderstandsgruppe um Helmuth Hübener verstarb in USA
Karl-Heinz Schnibbe geb. am 5. Januar 1924 in Hamburg – gestorben am 9. Mai 2010 in Salt Lake City / USA
Er gehörte der vierköpfigen jugendlichen Widerstandsgruppe von Lehrlingen um Helmuth Hübener an, die in Hamburg 1941 und 1942 Aufklärungsarbeit gegen Krieg und Faschismus leistete, was den Nazis als „Vorbereitung zum Hochverrat“ galt. Mit der Weitergabe von Meldungen des britischen Rundfunks und mit Flugblattaktionen klärte sie die Bevölkerung in den Arbeitervierteln im Osten Hamburgs auf. Sie geriet in die Fänge der Gestapo, nachdem sie zum Jahresbeginn 1942, in einer Zeit, da der Krieg der Nazis noch „siegreich“ war, in einem Flugblatt erklärt hatte:
„Im Jahr einundvierzig wird alles gebrochen. So hatte der Führer dereinst keck gesprochen. Jetzt trägt der Soldat für den Irrtum die leiden, während Hitler verspricht: „Dies Jahr wird entscheiden!“ Es wird sich entscheiden, wenn alles sich ‚rührt’! Und dann hat auch Hitler sich auskalkuliert.“ |
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Übergriff auf neu eröffnete KZ-Gedenkstätte in Hamburg |
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Dienstag, 11. Mai 2010 |
Presse-Erklärung derArbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V.
Glastafeln mit den Namen der im Außenlager Wandsbek inhaftierten Frauen entwendet
Am vergangenen Sonnabend wurde die kleine neue KZ-Gedenkstätte am Ort des ehemaligen Neuengammer Frauen-Außenlagers Wandsbek in Hamburg in Anwesenheit dreier Überlebender des Lagers eröffnet. Alle drei Frauen äußerten ihre Rührung und Freude darüber, dass nun würdig an ihre Haftzeit und das Leiden ihrer Mithäftlinge erinnert werde sowie über die Anwesenheit auch und gerade jungen Menschen bei der Gedenkfeier. Schüler/innen des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums arbeiten zur Zeit am Entwurf eines Mahnmals, das die Gedenkstätte im Sommer vervollständigen wird. Bestandteil der neu eröffneten Gedenkstätte waren sechs Granitwinkel mit Glastafeln, auf denen 483 der Frauen namentlich benannt und auch 24 Unbekannte erwähnt wurden. Waren vor einigen Wochen bereits Informationstafeln sowie eine Bank der im Aufbau befindlichen Gedenkstätte mit Hakenkreuzen beschmiert worden, entdeckten Anwohner heute morgen, dass die sechs Glastafeln mit den Namen der dort inhaftierten Frauen aufwendig abgeschraubt und gestohlen worden waren.
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Stolpersteine in Pinneberg geschändet! |
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Samstag, 8. Mai 2010 |
Von Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg
In der Nacht vom 6.5. auf den 7.5.2010 wurden in Pinneberg die drei Stolpersteine mit schwarzer Farbe übersprüht, zusätzlich sprühten die Täter_innen Runen auf dem Gehweg. Dadurch waren die dort eingravierten Namenszüge der während des Nationalsozialismus Ermordeten nicht mehr lesbar. Mit den Stolpersteinen auf den Gehwegen soll auf den letzten bekannten Wohnort der Person aufmerksam gemacht werden.
Zu solchen Beschädigungen kommt es leider immer wieder, so z.B. auch in Berlin. http://de.indymedia.org/2010/05/280271
Die drei Stolpersteine in Pinneberg sind für die von Nazis ermordeten Heinrich Geick, Heinrich Boschen und Wilhelm Schmitt Anfang Dezember 2009 verlegt worden. Sollten diese Aktionen als Einschüchterung gelten, können sich die Nazis sicher sein das wir uns nicht einschüchtern lassen!
Wir rufen weiter auf am 8.Mai in Pinneberg um 14 Uhr zur Kundgebung zu kommen und mit uns den Tag der Befreiung zu Feiern. |
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Esther Bejarano zum 8. Mai: |
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Samstag, 8. Mai 2010 |
von Esther Bejarano
Den 8. Mai 1945, den Tag der Befreiung der Menschheit von der Geißel des Hitler-Faschismus, verbrachte ich mit amerikanischen und russischen Soldaten in dem mecklenburgischen Städtchen Lübz: die Soldaten holten aus einem Haus ein großes Hitler-Portrait, das auf einem Marktplatz verbrannt wurde. Meine Freundinnen, mit denen ich vom Todesmarsch geflohen war, tanzten mit den GIs und den Rotgardisten um dieses brennende Bild, und ich spielte Akkordeon dazu. Das werde ich nie vergessen. Ich sage immer: Das war meine zweite Geburt!
Doch schon wenige Tage später holte uns die Realität ein: zwar war der Krieg zu Ende, aber die menschenverachtende antisemitische und rassistische Ideologie ja noch in den Köpfen der Menschen. Auf unserem Marsch durch das Nachkriegsniemandsland von Lübz zum Kibbuz Buchenwald in der Nähe von Fulda hatten wir immer noch Angst, Nazis in die Hände zu fallen, denen wir ja völlig hilflos ausgeliefert gewesen wären. |
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