Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

Aktuelle Meldungen


Gefährlicher Waffenhandel: „Migrantenschreck“ PDF Drucken
Mittwoch, 30. November 2016

bnr.de, Paul Starzmann

Fast 2000 Delikte gegen Flüchtlinge und Asylbewerber hat die Bundesregierung seit Anfang des Jahres registriert – eine Welle rechter Gewalt rollt durchs Land. In dieser aufgeheizten Atmosphäre bieten findige Geschäftsleute unter der Domain „Migrantenschreck.ru“ Schusswaffen zum Kauf an – und empfehlen, diese gegen Asylbewerber und politische Gegner einzusetzen. Einer der angebotenen Revolver etwa wird mit den Worten beworben: „Machen Sie Ihrem Ärger Luft und nutzen Sie den Antifaschreck AS125 als Meinungsverstärker“. In einem Produktvideo schießt ein Vermummter mit dem Revolver auf Fotos von Spitzenpolitikern wie Heiko Maas oder Claudia Roth – sozusagen als Gebrauchsanweisung für den Einsatz der Schusswaffen.

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Viele AfD-Wähler sehen Nazi-Zeit positiv PDF Drucken
Freitag, 25. November 2016
Handelblatt, Dietmar Neuerer

BerlinDie Wählerschaft der Hamburger AfD stimmt tendenziell häufiger Aussagen zu, mit denen rechtsextreme Einstellungen identifiziert werden. Das ist ein Teil-Ergebnis einer Umfrage der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. Nach der Erhebung, bei der zwischen 8. September und 17. November 1004 repräsentativ ausgewählte Hamburger telefonisch befragt wurden, neigen AfD-Wähler häufiger als die Wähler der anderen Parteien zu antisemitischen Ansichten. Zugleich hätten die Befürworter der AfD häufiger den „Wunsch nach einer starken Führungsfigur“ geäußert und neigten demnach zu einer „positiveren Bewertung“ der NS-Diktatur.
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SPD bei 48 Prozent, die AfD unter 5 Prozent PDF Drucken
Freitag, 25. November 2016
Welt 24

Das Phänomen Olaf Scholz - SPD liegt bei 48 Prozent
Das sind sagenhafte Werte für die Sozialdemokraten in Hamburg: Die SPD kommt in einer Umfrage auf 48 Prozent. Damit könnte die Partei von Olaf Scholz allein regieren. Die AfD liegt bei 4 Prozent.
Die Hamburger SPD und ihr Bürgermeister Olaf Scholz können sich nach einer neuen Umfrage freuen – für Liberale und AfD sieht es dagegen schlechter aus.
Die SPD käme auf 48 Prozent der Stimmen und würde nur knapp die absolute Mehrheit verfehlen, wie eine repräsentative Umfrage der Universität Hamburg ergab, die dem „Hamburger Abendblatt“ nach eigenen Angaben vorliegt. Bei der letzten Bürgerschaftswahl 2015 hatte die SPD 45,6 Prozent erreicht.
Würden die Hamburger am kommenden Sonntag zur Bürgerschaftswahl gerufen, könnte demnach auch der grüne Koalitionspartner von 12,3 Prozent auf 16 Prozent zulegen. Auch die oppositionelle CDU kann laut Umfrage punkten. Sie käme auf 18 Prozent (2015: 15,9 Prozent).
Bangen müssten demnach die FDP, die nur noch auf fünf Prozent käme (2015: 7,4 Prozent), und die AfD, für die sich in der Umfrage nur vier Prozent (2015: 6,1 Prozent) aussprachen und die damit nicht mehr ins Parlament käme. Die Linke würde leicht von 8,5 Prozent auf acht Prozent absinken.
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Medien und Populisten: Welche Rolle spielen Talkshows? PDF Drucken
Donnerstag, 24. November 2016

NDR.de, Andrej Reisin

In der Studie "Gespaltene Mitte" der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung haben Wissenschaftler die Verbreitung von Ressentiments in Deutschland untersucht und dabei unter anderem die Rolle der Medien kritisiert. Auch seriöse Medien forcieren demzufolge "nicht selten eine unkritische, unreflektierte Übernahme und Weitergabe von Bedrohungsrhetorik durch die Verwendung von dramatischen Bildern und Begrifflichkeiten". Den Zuschauer erreichten "zur besten Sendezeit menschenfeindliche und antidemokratische Botschaften, die ihm geadelt und abgesegnet durch die seriös erscheinende politische Debattenrunde, als offenkundig denk-, sag- und durchführbar erscheinen".

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Antisemitismuswochen wenden sich Verschwörern zu PDF Drucken
Donnerstag, 24. November 2016

neues Deutschland, Gaston Latz

Jeder, der gelegentlich in sozialen Netzwerken zugange ist und sich die Kommentare unter Onlineartikeln betrachtet, dürfte in den letzten Jahren bemerkt haben: der Umgangston hat sich verschärft. Nach dem dritten, vierten Kommentar kann man mit ziemlicher Gewissheit davon ausgehen, dass eine Grundsatzdiskussion beginnt, meistens geht es um Minderheiten, und so gut wie immer wird beleidigt. Das Wort »Hate Speech«, zu deutsch »Hassrede«, ist bereits in die Alltagssprache übergegangen. Auch wenn bei Facebook sicherlich Verbesserungsbedarf besteht, was die Bekämpfung von Hetze angeht, so ist man sich des Problems doch bewusst: Im Januar hat Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg zusammen mit anderen die Online Civil Courage Initiative gegründet. Eine dieser anderen war Anetta Kahane von der Amadeu Antonio Stiftung, die sich seit 1998 gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus einsetzt.

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Junge Islamkonferenz "Viele Vorurteile gegenüber den Muslimen" PDF Drucken
Mittwoch, 23. November 2016

NDR Hamburg

Die Hamburger Studentin Damla Sahin engagiert sich an ihrer Hochschule gegen Diskriminierung.
Zum dritten Mal treffen sich an diesem Wochenende 40 junge Hamburger und Hamburgerinnen zur Jungen Islam Konferenz (JIK). Ihr Motto: "Hamburg (inter)kulturell geöffnet?" Gemeinsam diskutieren die Muslime und Nicht-Muslime mit Behördenvertretern, Medienmachern und Wissenschaftlern wie Hamburg sich gegenüber Menschen aus verschiedenen Kulturen stärker öffnen kann. Die 27-jährige Studentin Damla Sahin aus Hamburg wünscht sich mehr Diskussionen mit Andersdenkenden.
Warum machen Sie bei der Jungen Islam Konferenz mit?
Damla Sahin: Ich habe vor drei Jahren begonnen, mich an meiner Hochschule im Studierendenausschuss gegen Diskriminierung und Rassismus zu engagieren. Denn einige meiner engsten Freundinnen, die Kopftuch tragen, waren an der Uni auf einmal mit Rassismus konfrontiert - wegen des Kopftuches oder ihrer Sprache. Es gab Sprüche wie: Hören Sie überhaupt etwas durch das Kopftuch? Sprechen Sie eigentlich Deutsch? Das kam sehr rassistisch rüber, auch wenn es nicht immer so gemeint ist. Vielen fehlt es an Sensibilität, da meiner Ansicht nach viel zu selten über den Islam und Diskriminierung diskutiert wird. Ich habe wohl Glück gehabt und war nie von solchen negativen Vorfällen betroffen. Aber ich wollte ein Zeichen setzen und an meiner Hochschule Ansprechpartnerin zu dem Thema sein, da ich das Gefühl hatte, helfen zu müssen. Darüber erfuhr ich auch von der JIK.
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Mahnerin gegen Rechtsextremismus Holocaust-Überlebende Esther Bauer gestorben PDF Drucken
Mittwoch, 23. November 2016
Spiegel

Sie überlebte mehrere Konzentrationslager. Nach dem Krieg wanderte sie in die USA aus und sprach an Schulen über ihr Schicksal. Nun ist die Hamburger Jüdin Esther Bauer tot.
Die Holocaust-Überlebende Esther Bauer, unermüdliche Mahnerin vor den Gefahren des Rechtsextremismus, ist tot. Die gebürtige Hamburgerin starb am vergangenen Samstag in New York im Alter von 92 Jahren, wie der Leiter der theaterpädagogischen Abteilung im Thalia Theater, Herbert Enge, in Hamburg sagte. Die Beisetzung sei für Montagabend in New York vorgesehen.
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Pressemitteilung 18.November 2016 PDF Drucken
Freitag, 18. November 2016

Hamburger Bündnis gegen Rechts und Kampagne Aufstehen gegen Rassismus kündigen Protest gegen AfD-Veranstaltung am 19.11.2016 an

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) und die Kampagne Aufstehen gegen Rassismus (AgR) rufen für Samstag den 19.11.2016 zum Protest gegen eine angekündigte Demonstration der AfD auf. Die rechtspopulistische Partei will um 14:30 Uhr auf dem Hachmannplatz für ein härteres Durchgreifen der Hamburger Polizei und Justiz demonstrieren. Anlass ist der Tod eines 16-Jährigen am 22.10.2016 an der Kennedybrücke, den die Partei als direkte Folge der Regierungspolitik interpretieren will [1]. Die AfD-Abgeordnete Nicole Jordan hatte den Mordfall bereits für eine Stimmungsmache gegen Weltoffenheit und Presse zu instrumentalisieren versucht [2]. Beim letztjährigen Versuch der AfD, in Hamburg zu demonstrieren, wurde sie von über Tausend Menschen am Marschieren gehindert.

"Wer in Hamburg die Forderung nach einem härteren Durchgreifen der Polizei und Justiz hört, erinnert sich sofort: Tod durch Brechmitteleinsätze, Forderung nach Kastration von Sexualstraftätern und Gefahrengebiete. Der selbsternannten Anti-Establishment-Partei fällt offenbar nichts Neues ein: Angst machen, rassistische Vorurteile bedienen, Verunsichern", so Georg Brandes von der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus. „Die AfD will zurück in eine Zeit, in der Frauen wieder am Herd bleiben müssen, in der soziale Errungenschaften abgeschafft sind
und in der jedes Land Europas wieder sein eigenes nationalistisches Süppchen kocht.“ Beim letzten Versuch der AfD, in Hamburg eine Demonstration durchzuführen, waren am 31.10.2015 aus Protest mehr als tausend Menschen gegen die AfD auf die Straße gegangen. Durch ihre Entschlossenheit gelang es damals, der rechten Hetze der AfD Paroli zu bieten und die Partei am Laufen einer Route zu hindern. Und auch am kommenden Samstag werden sich erneut viele Menschen der AfD entgegen stellen.

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Alsterdorfer Anstalten in der Nazi-Zeit PDF Drucken
Mittwoch, 16. November 2016

Wochenblatt Eppendorf, Christian Hanke

In dritter überabeiteter Auflage ist die Darstellung über die Alsterdorfer Anstalten, des Vorläufers der heutigen Evangelischen Stiftung Alsterdorf, im Nationalsozialismus erschienen: „Auf dieser schiefen Ebene gibt es kein Halten mehr“. Die erste Auflage 1987 war noch umstritten, aber schon im Erscheinungsjahr vergriffen. Weil inzwischen auch die zweite Auflage vergriffen ist, aber auch, weil neue Forschungsergebnisse zum Thema Euthanasie vorliegen und sich die Erinnerungskultur zu diesem Thema erheblich verändert hat, entschlossen sich die Autoren Ingrid Genkel, Michael Wunder und Harald Jenner das Buch zu überarbeiten. „Wir haben dokumentiert, was seit 1987 passiert ist und wir haben den persönlichen Bezug hervorgehoben“, erzählt Michael Wunder. So finden sich in der Neuauflage viele Biografien von Euthanasie-Opfern, die in Alsterdorf untergebracht waren, mit Fotos. „Die Fotos sind wichtig“, findet Petra Kasten, Lehrerin und Nichte von Dorothea Kasten, die der Präsentation wie auch andere Angehörige von Euthanasieopfern beiwohnte.

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AfD Hamburg: AfD-Fraktion beschäftigt Mitarbeiter mit extrem rechter Vergangenheit PDF Drucken
Dienstag, 15. November 2016
Zeit-Online, Felix Krebs
Vor sechs Jahren organisierten sie eine Vortragsreihe für die Wortführer der Neuen Rechten. Heute arbeiten sie für die AfD. Einer von Ihnen will sogar Deputierter werden.
Eine Parlamentsfraktion ist nur so gut wie die Organisation, die sie trägt. Wer erfolgreich politisch arbeiten will, braucht Leute, die Termine koordinieren, Protokolle anfertigen, Stellungnahmen formulieren, Informationen einholen, Akten anlegen und verwalten. Dafür beschäftigen die Bürgerschaftsfraktionen Mitarbeiter. So auch die AfD.
Doch wer für die Rechtspopulisten in der Hamburger Bürgerschaft arbeitet, war bislang weitgehend unbekannt. Die Fraktion veröffentlicht keine Namen. Nun aber liegen ZEIT ONLINE Dokumente vor, aus denen hervorgeht, dass zwei Mitarbeiter der AfD-Fraktion in der Vergangenheit Kontakte ins extrem rechte Lager pflegten. Es handelt es sich um Torsten Uhrhammer und Justus Burgdorf. Beide seien bei der AfD-Fraktion beschäftigt, bestätigte der Fraktionsvorsitzende Jörn Kruse.
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Vier aus 41 – Bezirk Mitte verleiht Bürgerpreis PDF Drucken
Montag, 14. November 2016

Hamburger Abendblatt

Er gibt denen eine Stimme, die sonst kaum gehört würden: Gökhan Konca setzt sich für für eine menschenwürdige und kultursensible Versorgung von Senioren mit Migrationshintergrund ein. In Kooperation mit Kirchen, Moschee und sozialen Vereinen hat er das Projekt "Gönüllü" aufgebaut, das sich um demenzkranke Einwanderer kümmert. 

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Eine Ehrung sprach die Jury darüber hinaus für Hildegard Thevs aus. Sie recherchiert ehrenamtlich die Biografien von Hamburger Opfern des Nationalsozialismus, die bis dahin unerforscht waren. Mit Hilfe dieser Daten konnten zahlreiche "Stolpersteine" vor den letzten Wohn- und Wirkungsstätten der NS-Opfer erinnert werden.

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