Frühjahrsputz beim HBgR. Nach zehn Jahren eine neue Homepage. Wir hoffen, sie gefällt Euch.
So. 28.5.2017 - schon jetzt anmelden: fcstpauli-marathon.de/gegenrechts
Demonstration gegen den Thor-Steinar-Naziladen in Barmbek
Noch nicht einmal Aufklärung, Gedenken an Süleyman Taşköprü
Zusammen, entschlossen, grenzenlos solidarisch -Die soziale Alternative sind wir!
19.11.2016 Kein AfD-Aufmarsch durch Hamburg

Pressemitteilung des HBgR

Vor gut einem Monat hatte die Interessengemeinschaft „Arbeitnehmer in der AfD“ (AidA) den Mund sehr voll genommen und bei der Hamburger Versammlungsbehörde eine Mai-Kundgebung auf dem Gänsemarkt für 2.000 Claqueure angemeldet. Seit Sonntag mobilisiert das „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ (HBgR) zusammen mit anderen nun seinerseits unter dem Motto „Internationale Solidarität statt antisozialer AfD-Politik“ dagegen und schon sind die RechtspopulistInnen eingeknickt. Sie hätten allerdings auch zum wiederholten Male riskiert mit wenigen Menschen einer deutlich größeren Zahl an GegendemonstrantInnen gegenüber zu stehen. Auch in Düsseldorf sagte die Partei eine angekündigte Maikundgebung angesichts von Protesten wieder ab.
Dass die AfD sich ausgerechnet am 1. Mai, dem Tag der international als Tag der ArbeiterInnen- und Gewerkschaftsbewegung gefeiert wird, mit sozialer Demagogie und Rassismus auf die Straße wagen wollte, wird von den meisten Menschen als besondere Provokation begriffen. Programmatische Aussagen zur Steuer-, Renten-, Lohn-, und Arbeitsmarktpolitik sowie ihre offene Feindschaft gegenüber Gewerkschaften zeigen, dass die AfD keineswegs die „Partei der kleinen Leute“ ist. Dies wurde auf dem Bundesparteitag der AfD am Wochenende nochmal bestärkt, als mit Alice Weidel eine Vertreterin des neoliberal-marktradikalen Flügels zusammen mit dem Nationalisten Alexander Gauland als Spitzenteam für die Bundestagswahl im September aufgestellt wurde. Felix Krebs vom HBgR: „Die peinliche Abmeldung der Kundgebung zeigt, dass die AfD auch in Hamburg personell schwach aufgestellt und politisch orientierungslos ist. Mittlerweile findet die Partei fast keine Veranstaltungsräume mehr und muss bei Infoständen oder sonstigen öffentlichen Auftritten mit deutlichem Widerstand aus der Bevölkerung rechnen. Diese Isolierung durch die Zivilgesellschaft gilt es nun bis zur Bundestagswahl aufrecht zu erhalten.“

Hamburger Bündnis gegen Rechts, 26. April 2017

Ob wir unsere eigene Kundgebung trotzdem durchführen entscheidet sich heute abend.

No AfD jpg

Ausgerechnet am 1. Mai, dem Tag der weltweit als Tag der ArbeiterInnen- und Gewerkschaftsbewegung gefeiert wird, will die rechtspopulistische AfD auf dem Gänsemarkt eine Kundgebung abhalten. Ihre Interessengemeinschaft AidA (Arbeitnehmer in der AfD) will sich unter dem Motto „“Das neue Rot der Arbeitnehmer ist Blau“ als vermeintlicher Anwalt der sog. Kleinen Leute präsentieren. Obwohl AidA nur eine von drei parteiintern unbedeutenden Interessengemeinschaften ist, welche vorgeben die Anliegen von abhängig Beschäftigten zu vertreten, hat sie großkotzig eine Kundgebung für 2.000 Menschen angemeldet. Wir werden, wie schon in der Vergangenheit bei öffentlichen Auftritten der AfD, den RechtspopulistInnen deutlich zeigen, dass in Hamburg kein Platz für rassistische Hetze und soziale Demagogie ist. Die AfD will um 13.00 Uhr mit ihrer Kundgebung beginnen.


  Unsere Kundgebung: Montag 1. Mai, 12:30 Uhr Jungfernstieg/Neuer Jungfernstieg

  vollständiger Aufruf hier

Am 22. und 23. April will die AfD ihren Bundesparteitag im Kölner Hotel Maritim abhalten. Der Ort ist nicht zufällig gewählt: Köln ist spätestens seit den sexualisierten Übergriffen an Silvester 2015/16 und deren rassistischer Deutung zum beliebten Schauplatz für völkische Mobilisierungen geworden. Die AfD bietet sich nun, nach dem Scheitern der Pro-Parteien, als politische Klammer für Mob und Elite an. Dagegen stellt sich seit Anfang des Jahres auf Initiative des Bündnisses „Köln gegen Rechts“ eine große Kampagne auf: Viele Gruppen bereiten sich darauf vor, der AfD den Bundesparteitag zu vermiesen und sich ihr aktiv entgegen zu stellen. Die AfD ist treibende Kraft im aktuellen gesellschaftlichen Rechtsruck geworden – ob mit Interviews, Talkshow-Auftritten, Äußerungen in sozialen Netzwerken oder Reden bei PEGIDA.

Die antifaschistische Kampagne Solidarität statt Hetze ruft daher für den Samstagvormittag zu Blockaden auf. Darüber hinaus wird es vielfältige Aktionen, Demonstrationen, Kundgebungen geben. Zum Beispiel eine Frauen*kette um das Maritim-Hotel. Im Anschluss an die Blockaden soll es eine große antirassistische und antifaschistische Demonstration geben.

Aus Hamburg wird es eine gemeinsame Busanreise zu den verschiedenen Aktionen am Samstag den 22. April geben.

Aktuelle Infos bekommt ihr bei den Infoveranstaltungen und im Folgenden:

Termine:
Infoveranstaltung:
Dienstag, 18.04. Centro Sociale / 19 Uhr

Tickets:
Gibt es in der Buchhandlung im Schanzenviertel und im St. Pauli Fanladen.

Was passiert alles am 22. April?
Wieso blockieren? Zivilen Ungehorsam können wir alle!
Aktuelle News aus Köln
Wer mobilisiert alles nach Köln?
Solidarität statt Hetze
Nationalismus ist keine Alternative! NRW
Aufstehen gegen Rassismus Hamburg und Hamburger Bündnis gegen Recht
Linksjugend [’solid] – nrw
Feministischer Protest gegen den Bundesparteitag der AfD in Köln

Nachfragen zur Busanreise:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kommt mit uns nach Köln!
Tickets für die gemeinsame Busanreise nach Köln gegen den Bundesparteitag der AfD liegen im Schanzenbuchladen und im St. Pauli Fanladen. Schnell hin und Tickets sichern!

"Es ist Zeit für einen Aufschrei
von uns allen. Einen unüberhörbaren, lauten Aufschrei, der bis in den letzten Winkel dieses Landes und der ganzen Welt widerhallt“, fordert die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano und erklärt: „Wehret den Anfängen ist längst überholt! Wir sind mittendrin.“

In dem Moment, als Björn Höcke eine „erinnerungspolitische 180 Grad Wende“ forderte und das Holocaustdenkmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnete, wurde erneut deutlich, wie weit wir schon mittendrin sind. Mittendrin in einer gefährlichen Entwicklung, in der die Grenzen des Sagbaren immer weiter verschoben werden sollen und die Gewalt gegen Geflüchtete, MigrantInnen, Muslime, Homosexuelle, Linke und Liberale weiter eskaliert.

Als Frauke Petry die Deutschen aufforderte, mehr Kinder zu bekommen, „um das Überleben des eigenen Volkes sicherzustellen“, wurde offenbar, dass ihr Familienkonzept kein Platz für vielfältige Lebensentwürfe hat sondern die Familie als Keimzelle der „Volksgemeinschaft“ gedacht ist.

Als Alexander Gauland gegen den Fußballspieler Boateng hetzte, wurde offenbar, welche rassistische Geisteshaltung in der AfD vertreten wird. Die AfD ist die Partei, die rassistische Vorurteile, die schon lange an den Stammtischen kursierten, nun endgültig mehrheitsfähig machen will.

giphy

Am Sonntag will die Hamburger AfD ihre Kandidaten für die Bundestagswahl
nominieren. Sie will sich aufstellen und bereit machen für einen
Wahlkampf der durch die AfD geprägt sein wird von rassistischer
Propaganda, Law&Order-Rufen und Hass. Stattfinden soll das rechte
Stell-dich-ein in der Elbarkaden-Lounge, deren Betreiber offenbar keine
Probleme damit haben rechten Hetzern wie Ludwig Flocken und Co. ihre
Räume zur Verfügung zu stellen. Wir werden am Sonntag mit einer
Fahrrad-Demo zum Ort des Geschehens fahren und lautstark klar zu machen,
dass wir für eine solidarische Gesellschaft stehen!
Solidarität statt Hetze!

img 0066 1

Unsere früheren Aktivitäten findet Ihr im Archiv