Blick nach rechts, Katrin Katjuscha/Theo Schneider
Neonazis aus Norddeutschland pilgern zur „Sonnenwendfeier“ mit anschließendem Rechtsrock-Konzert in Eschede.
Am Samstag veranstalteten Neonazis aus Niedersachsen erneut eine traditionelle „Sonnenwendfeier“ mit Kinderfest und anschließendem Rechtsrock-Konzert in Eschede. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „25 Jahre Widerstand im Heide(n)land“ und wurde organisations- und parteiübergreifend beworben. (bnr.de berichtete)
Auf einem Flyer im Internet wurden die Bands „Gassenraudi“ (um Sören Högel, dem früheren Chef der Braunschweiger Kameradschaft „Burschenschaft Thormania“), „Flak“ (aus dem Rheinland um Philipp Neumann), sowie Liedermacher „Barny“ (Mirko Szydlowski) und „Rommel“ angekündigt. Dennoch sprachen die Organisatoren von einer „privaten Veranstaltung“.
Private Veranstaltung öffentlich beworben
„Die Nazis bezeichnen ihr Konzert zwar als eine private Veranstaltung, bewerben es aber öffentlich im Internet. Wenn die örtlichen Behörden und der Landkreis ernsthaft etwas gegen die Nazitreffen machen wollten, hätten sie doch spätestens jetzt die Möglichkeit gehabt, indem sie dieses Treffen als ein öffentliches betrachtet hätten, was es unserer Meinung auch war, und mal die Veranstaltung auf Verstöße kontrollieren können“, erklärt Kirsten Dieckmann vom Celler Forum gegen Rechts. So wie bei einem Rechtsrock-Konzert auf dem Nahtz-Hof vor sieben Jahren, als die angebliche „private Verlobungsfeier“ von Nazikader Marcus Winter von den Behörden damals zu Recht als öffentliches Konzert eingestuft wurde. Die dadurch ermöglichten Vorkontrollen brachten Verstöße gegen das Waffengesetz und Ermittlungsverfahren wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ins Rollen.

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