Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

Der »Party-Patriotismus« bei der Fußball-Europameisterschaft kann leicht in Nationalismus umschlagen, "Da bedarf es nur eines Fouls oder blöder Sprüche"« Ein Gespräch mit Ulrich Wagner, Junge Welt vom 26.06.08, hier weiterlesen 

 



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1. Mai
Einschätzungen /
Diskussionspapiere  

 

- Presseerklärung des Hamburger Bündnisses

gegen Rechts  siehe nebenstehend


- Nachbereitung zum 1. Mai 2008 - The Rhythm Attack, Einschätzung von [a²]-Hamburg

hier

- Eine erste Bilanz: von Avanti – Projekt
undogmatische Linke hier

 

- Barmbek blüht, Barmbeker Bilanz zum 1. Mai, von AK 1. Mai 08 Barmbeker Ratschlag hier

 

- In Hamburg, da geht was, von Axel Hoffmann hier

 

- Presseerklärung der LINKEN hier 



Bericht über die Nachbereitungsveranstaltung des Hamburger Bündnis gegen Rechts am 17. Juni 2008 in der Barmbeker Zinnschmelze hier

1. Mai 2008 in Hamburg
Großer Erfolg der antifaschistischen Bewegung!

Mit 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der Protest gegen den Naziaufmarsch in Barmbek zur größten antifaschistischen Veranstaltung seit über einem Jahrzehnt in Hamburg geworden. „Mit so vielen Leuten haben wir nicht gerechnet“, meint der Sprecher des Hamburger Bündnisses gegen Rechts, Wolfram Siede.

In nahezu jedem Geschäft auf der Fuhlsbüttler Straße hängen die Plakate der Initiative „Barmbek sagt Nein zu Neonazis“, unterzeichnet von 43 Sozialkulturellen Einrichtungen und Geschäften aus dem Stadtteil. „Besonders gefreut hat mich, dass sich so viele Menschen aus Barmbek den Protesten angeschlossen haben, meint Rainer Hanno, Pastor an der Auferstehungskirche. Dort, und in weiteren acht Kirchen läuteten punkt 14.00 Uhr die Glocken als Zeichen des gemeinsamen Protestes. Barmbek war in Volksfeststimmung und den gesamten Tag über auf den Beinen. So war es über Stunden der Polizei nicht möglich die Nazis vom S-Bahnhof Alte Wöhr gegen den Protest vieler tausender Demonstranten loslaufen zu lassen.

Am Schluss verließ die Hamburger Innenbehörde dann „die Sprache der Vernunft und man griff zur altbekannten Sprache der Gewalt“, so Wolfram Siede. Unerträglich auch die Richterschelte des ,Noch-Innensenators’ Nagel. Der Rechtssenat bedauert offensichtlich immer noch, dass die Nazis nicht in einem von jeglichem Protest abgeriegelten Stadtteil ziehen konnten.

Christiane Schneider, Abgeordnete der Bürgerschaftsfraktion Die Linke, dazu: „die Proteste sowie die Angriffe aus der Nazis auf Polizeibeamte hätte zur Auflösung der Veranstaltung nach Maßgabe des polizeilichen Notstandes führen müssen. Die Einsatzleitung der Polizei schien nicht davon angetan zu sein, für die Nazi, die ihre Beamten zuvor angegriffen haben, den Weg mit Wasserwerfer- und Schlagstockeinsatz gegen einen ganzen Stadtteil Freizuprügeln“. Christiane Schneider spricht in diesem Zusammenhang von einer „politisch gewollten Entscheidung die Nazis laufen zu lassen“.

Wir bedanken uns bei allen antifaschistischen Kräften, die am heutigen Tag auf der Straße waren!

Weitere Einschätzungen und Berichte siehe auch unter der Rubrik "Aktuell"